Merken An einem regnerischen Dienstagabend stand ich in meiner winzigen Studentenküche und experimentierte wild mit Gewürzen, die ich vom indischen Markt um die Ecke gekauft hatte. Das Ergebnis war überraschend gut und mein Mitbewohner stürzte sich sofort darauf. Seitdem ist dieses Hühnchen Curry mein Go-To-Gericht, wenn es schnell gehen muss und trotzdem etwas Besonderes auf den Tisch soll.
Mein kleiner Bruder rief letzte Woche völlig verzweifelt an, weil er Gäste bekam und nichts kochen konnte. Ich habe ihm dieses Rezept am Telefon diktiert und er rief eine Stunde später zurück, völlig stolz und mit leeren Tellern.
Zutaten
- Hähnchenkeulen: Durch das Fett bleiben sie schön saftig, auch wenn sie etwas länger köcheln müssen
- Zwiebeln: Geduldig goldbraun anbraten bringt die natürliche Süße heraus
- Ingwer und Knoblauch: Frisch gerieben oder fein gehackt kommen die ätherischen Öle besser zur Geltung
- Joghurt: Bitte Vollmilchjoghurt verwenden, fettarmer Joghurt kann beim Kochen ausflocken
- Sahne: Die cremige Note, die den ganzen Charakter dieses Gerichts ausmacht
- Currypulver und Gewürze: Die Mischung macht das Ergebnis, drücke ruhig etwas mehr Knoblauch dazu
- Tomaten: Sie bringen die nötige Säure, die die Fettigkeit ausbalanciert
- Koriander: Frisch gehackt als Abschluss bringt Lebendigkeit in den Teller
Zubereitung
- Die Basis vorbereiten:
- Öl oder Ghee in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen, die Zwiebeln darin goldbraun anrösten
- Aromen hinzufügen:
- Knoblauch und Ingwer dazu geben und unter Rühren eine Minute braten, bis es verführerisch duftet
- Fleisch anbraten:
- Hähnchenstücke hineinlegen und unter gelegentlichem Wenden rundherum anbraten
- Gewürze entfalten:
- Alle Gewürze darüber streuen, das Hähnchen damit vollständig bedecken und kurz mitbraten
- Tomaten einkochen lassen:
- Die gehackten Tomaten dazugeben und fünf Minuten weich kochen lassen
- Joghurt einarbeiten:
- Die Hitze reduzieren, Joghurt einrühren und zehn Minuten sanft köcheln lassen
- Die Cremigkeit erreichen:
- Wasser und Sahne angießen, nochmal fünf bis zehn Minuten simmern lassen
- Finale Überprüfung:
- Abschmecken und falls nötig nachsalzen
- Anrichten:
- Mit frischem Koriander bestreuen und servieren
Merken Meine Freundin schwört darauf, Reste am nächsten Tag zu essen, weil die Gewürze über Nacht noch besser durchziehen. Sie sagt, das Curry schmecke fast besser, wenn es sich einmal ausruhen durfte.
Die perfekte Beilage
Basmatireis ist der Klassiker, aber auch Naan-Brot eignet sich wunderbar, um die Soße aufzutunken. Letztens habe ich Couscous dazu gemacht und war überrascht, wie gut das funktionierte.
Zeit sparen mit Vorbereitung
Alle Zutaten am Vortag schneiden und getrennt im Kühlschrank lagern. Die Gewürzmischung kann man auch im Voraus zusammenmischen, sodass am Kochtag nur noch alles in die Pfanne wandert.
Variationen für jeden Geschmack
Mit Kokosmilch statt Sahne wird es tropisch und etwas leichter. Hühnchenbrust funktioniert, braucht aber weniger Zeit. Für mehr Schärfe einfach eine frische Chili mitbraten.
- Ein Spritzer Zitrone vor dem Servieren hebt die Aromen
- Gefrorene Erbsen in den letzten zwei Minuten machen es bunter
- Reste halten sich drei Tage im Kühlschrank
Merken Guten Appetit und vielleicht wird dieses ja bald dein regnerischer Dienstag-Gericht.
Fragen & Antworten zum Rezept
- → Kann ich Hähnchenbrust statt Hähnchenschenkel verwenden?
Ja, Sie können Hähnchenbrust verwenden. Reduzieren Sie jedoch die Garzeit, da Hähnchenbrust schneller trocken wird als Schenkel. Hähnchenschenkel bleiben durch ihren höheren Fettgehalt saftiger.
- → Wie kann ich das Curry schärfer machen?
Erhöhen Sie die Menge an Chilipulver oder fügen Sie frische gehackte Chilis hinzu. Sie können auch am Ende eine Prise Cayennepfeffer einrühren, um die Schärfe nach Ihrem Geschmack anzupassen.
- → Kann ich dieses Curry vorbereiten und aufbewahren?
Ja, dieses Curry schmeckt am nächsten Tag oft noch besser, da die Gewürze durchziehen. Bewahren Sie es bis zu 3 Tage im Kühlschrank auf oder frieren Sie es bis zu 3 Monate ein.
- → Welche milchfreie Alternative gibt es?
Ersetzen Sie Joghurt und Sahne durch Kokosmilch für eine milchfreie Variante. Dies verleiht dem Curry eine leicht süßliche Note und eine ebenso cremige Konsistenz.
- → Was ist Garam Masala und brauche ich es wirklich?
Garam Masala ist eine indische Gewürzmischung, die dem Curry zusätzliche Tiefe verleiht. Es ist optional, aber eine Prise am Ende der Garzeit intensiviert das Aroma deutlich.
- → Welche Beilagen passen am besten zu diesem Curry?
Servieren Sie das Curry mit Basmatireis, Naan-Brot oder Chapati. Auch Blumenkohlreis ist eine kohlenhydratarme Alternative. Ein frischer Gurkensalat mit Joghurt ergänzt das Gericht perfekt.