Merken An einem schwülen Julitag in Kyoto entdeckte ich Hojicha-Eis in einer kleinen, versteckten Eisdiele. Der geröstete, nussige Geschmack war so anders als alles, was ich zuvor probiert hatte, und ich wusste sofort, dass ich diesen Geschmack nach Hause bringen musste. Heute, Jahre später, ist dieses cremige Hojicha-Eis mein absoluter Favorit bei geselligen Abenden mit Freunden. Jeder Löffel erinnert mich an diese magische Sommernacht in Japan.
Letztes Herbst servierte ich dieses Eis bei einem Dinner mit meinen ehemaligen Kollegen vom Kochkurs. Wir saßen stundenlang am Tisch, aßen das Hojicha-Eis zu warmen Mochis und erzählten Geschichte über unsere kulinarischen Missgeschicke. Die Kombination aus dem cremigen Eis und den weichen Mochis war perfekt, und seitdem gehört dieses Rezept zu meinen zuverlässigsten Begleitern für besondere Momente.
Zutaten
- 2 Tassen (480 ml) Sahne: Die Sahne sorgt für die herrlich cremige Textur. Ich verwende unbedingt Sahne mit mindestens 35 Prozent Fettgehalt, da das Eis sonst zu kristallin wird.
- 1 Tasse (240 ml) Vollmilch: Die Milch mildert die intensive Sahne ab. Ich habe festgestellt, dass frische Milch vom Bauernhof ein noch runderes Ergebnis liefert.
- 3 EL Hojicha-Tee (lose Blätter): Das Herz dieses Rezepts. Lose Blätter geben mehr Aroma ab als Teebeutel. Press das Blattgut beim Abseihen gründlich aus, um jeden Tropfen Geschmack zu gewinnen.
- 4 große Eigelb: Die Eigelb binden die Mischung und machen das Eis herrlich samtig. Zimmertemperatur ist wichtig, damit sie sich gut mit dem Zucker verbinden.
- 2/3 Tasse (130 g) Zucker: Feiner Kristallzucker löst sich am schnellsten auf. Ich habe bereits Versuche mit weniger Zucker unternommen, aber dann wird die Textur leider zu hart.
- Prise feines Meersalz: Das Salz hebt den nussigen Geschmack des Hojichas wunderbar hervor. Ein kleiner Spritzer macht tatsächlich einen großen Unterschied.
Anleitung
- Milch und Sahne erhitzen:
- Gib die Milch und Sahne in einen mittelgroßen Topf und erhitze sie bei mittlerer Hitze, bis Dampf aufsteigt, die Mischung aber noch nicht kocht. Rühre gelegentlich um, damit sich kein Film bildet.
- Den Tee aufgießen:
- Sobald die Milch mischt heiß ist, gib den Hojicha-Tee hinzu. Reduziere die Hitze auf niedrig, deck den Topf ab und lass den Tee 10 Minuten ziehen. Die Mischung sollte sanft vor sich hin blubbern.
- Die Mischung abseihen:
- Gieß die Teemischung durch ein feines Sieb in eine saubere Schüssel. Drück die Teeblätter mit dem Löffel gründlich aus, um das maximum an Aroma zu gewinnen. Gib die infundierte Milch zurück in den Topf.
- Eigelb vorbereiten:
- In einer separaten Schüssel die Eigelb, Zucker und Salz mit einem Schneebesen schlagen, bis die Mischung blass und leicht eingedickt ist. Das dauert etwa 2-3 Minuten und sollte eine schöne hellgelbe Farbe ergeben.
- Die Eigelb temperieren:
- Gieß langsam etwa eine Tasse der warmen Hojicha-Mischung in die Eigelb-Mischung, wobei du ständig mit dem Schneebesen weiterrühren. Dieser Schritt verhindert, dass die Eier stocken.
- Alles vereinen:
- Gieß die verquirlte Eigelb-Mischung zurück in den Topf mit dem restlichen Hojicha-Milch. Rühre gründlich um, damit sich alles gut verbindet.
- Die Creme kochen:
- Koche die Mischung bei niedriger Hitze und rühre ständig mit einem Holzlöffel um, bis die Creme dick genug ist, um den Löffel zu beschichten. Das dauert etwa 170-175°F (77-80°C). Pass auf, dass die Mischung nicht kocht.
- Abkühlen und kühlen:
- Gieß die Creme durch ein Sieb in eine saubere Schüssel. Lass sie abkühlen, deck sie ab und stelle sie für mindestens 4 Stunden in den Kühlschrank, bis sie vollständig gekühlt ist.
- In der Eismaschine gefrieren:
Merken Meine Großmutter sagte immer, dass die besten Desserte Zeit brauchen, und dieses Eis ist der perfekte Beweis dafür. Wenn es nach 6 Stunden endlich fertig ist, ist es so viel mehr als nur ein Nachtisch, sondern ein kleines Stück Japan in deiner eigenen Küche.
Die Kunst des Tees
Hojicha unterscheidet sich grundlegend von anderen grünen Tees, da er über Holzfeuer geröstet wird. Dieser Prozess verleiht ihm die warme, nussige Note und reduziert den Koffeingehalt, was das Eis perfekt für den Abend macht. Ich habe verschiedene geröstete Tees ausprobiert, aber Hojicha bleibt aufgrund seines ausgewogenen Geschmacksprofils unübertroffen.
Servierideen
Dieses Eis schmeckt pur herrlich, aber ich liebe es, mit getoasteten Sesamsamen oder einem Schuss gesüßter Kondensmilch zu servieren. Die knusprige Textur der Samen bildet einen wunderbaren Kontrast zur cremigen Konsistenz des Eises. Ein weiterer Favorit ist eine Kombination mit frischen Pfirsichen oder als Begleitung zu warmen Mochis.
Fehlervermeidung und Varianten
Die häufigsten Fehler gehen auf Ungeduld zurück, sei es beim Abkühlen oder beim Rühren. Ich habe gelernt, dass jede Phase ihren eigenen Rhythmus hat, den man nicht beschleunigen sollte. Die Textur des Eises sagt dir alles, was du wissen musst.
- Wenn das Eis zu hart wird, lass es 5-10 Minuten vor dem Servieren bei Zimmertemperatur stehen.
- Für eine intensivere Farbe kannst du zusätzlich 1 TL Hojicha-Pulver direkt in die Milch einrühren.
- Das Eis hält sich im Gefrierschrank bis zu zwei Wochen, wird aber optimalerweise innerhalb der ersten Woche verzehrt.
Merken Genieße dieses wunderbare Eis mit guten Freunden und lass die nussige Note des gerösteten Tees euch alle nach Japan entführen. Das ist wirklich eines dieser Desserte, die Erinnerungen schaffen.
Fragen & Antworten zum Rezept
- → Was ist Hojicha genau?
Hojicha ist ein japanischer Grüntee, der nach der Ernte über Holzkohle geröstet wird. Durch den Röstprozess entwickelt der Tea seine charakteristische dunkelbraune Farbe, mildere Geschmacksnoten und ein nussiges, leicht karamellartiges Aroma, das sich hervorragend für Desserts eignet.
- → Kann ich Hojicha durch anderen Tee ersetzen?
Ja, Sie können Matcha oder anderen gerösteten grünen Tee verwenden. Matcha ergibt eine intensivere grüne Farbe und etwas mehr Bitterkeit, während andere geröstete Tees ähnliche nussige Noten bieten. Die Menge müssen Sie eventuell leicht anpassen.
- → Wie lange hält sich die Eiscreme?
Die Hojicha-Eiscreme hält sich in einem luftdichten Behälter im Gefrierfach bis zu 2 Wochen. Für beste Ergebnisse sollte sie innerhalb der ersten Woche verzehrt werden, da die Aromen mit der Zeit etwas an Intensität verlieren können.
- → Kann ich die Eiscreme ohne Eismaschine herstellen?
Ja, aber die Textur wird etwas weniger cremig. Stellen Sie die Mischung für 4-5 Stunden ins Gefrierfach und rühren Sie alle 30-45 Minuten kräftig durch, um Eiskristalle zu verhindern. Wiederholen Sie dies 4-5 Mal vor dem endgültigen Gefrieren.
- → Warum muss die Creme so lange kühlen?
Die Kühlzeit von mindestens 4 Stunden ist entscheidend für die optimale Entwicklung der Aromen und die Textur. Während dieser Zeit reifen die Geschmacksnoten des Tees nach, und die Mischung erreicht die perfekte Temperatur für eine cremige Konsistenz beim Gefrieren.
- → Welche Beilagen passen gut dazu?
Hojicha-Eiscreme passt hervorragend zu gerösteten Sesamsamen, frischen japanischen Zwetschgen, Mochi oder einem Hauch gesüßter Kondensmilch. Die nussigen Noten harmonieren auch gut mit leichtem Gebäck oder asia-inspirierten Desserts.